Utopien unter der Lupe
Am 13. August lädt das Netzwerk „Vielfalt Erftstadt“ zum Gespräch ein.
Seit drei Jahren veranstaltet das Netzwerk Vielfalt Erftstadt die Reihe „Menschen und Grenzen“.
Zuletzt wurde ein erfolgreiches Treffen im Schlosspark Liblar mit vielen Gruppen gefeiert im Rahmen des deutschlandweiten „Tags der offenen Gesellschaft“. Hier konnten sich demokratische Gruppen kennenlernen und einen Raum der Begegnung schaffen. Die Feuerwehr Liblar präsentierte sich mit ihren Fahrzeugen und zeigten auf, dass in ihrem Ehrenamt jeder mitmachen kann. Der Carl-Schurz-Kreis erzählte vom demokratischen Einsatz ihres Namenspatrons und das Begegnungscafé für Neubürger wurde von der Integrationsbeauftragten Sandy Auert kurzerhand in den Park verlegt. Auch der Förderverein der Stadtbücherei, Szene 93, die „Omas gegen Rechts“ und andere Initiativen luden zum Gespräch ein.
Der Germanist Matthias Bickenbach las Texte zum Thema „Utopien“, das in diesem Jahr Schwerpunkt der Reihe ist. Dabei geht es nicht um unrealistische Visionen, sondern um positive Ideen und Entwürfe für die Zukunft. Am 13. August um 19:30 Uhr wird die Reihe nun im Garten des Jugendzentrums am Köttinger Kirchplatz fortgesetzt. Anhand des Romans „Die Netzwerk-Orange“ wollen die Veranstalter in einem philosophisches Café über aktuelle Themen sprechen. Mit hintersinnigen Tierfabeln versucht darin eine KI das letzte Problem einer idealen Gesellschaft zu lösen: Langeweile. Was dahinter steckt und in welchen Segmenten diese Gesellschaft organisiert ist, hat der österreichische Autor Thomas Raab mit subtiler Ironie in seinem Roman entworfen, der sich ideal eignet für das Nachdenken, ob unsere aktuelle Gesellschaft nicht schon die Utopie ist, die wir suchen oder ob sie dystopische Züge trägt.
Der Eintritt ist frei.
Ort:
Garten im Jugendzentrum
Bei Regen: Studio 93
Kirchplatz 3
Erftstadt-Köttingen